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Zwischen willkommener Selbstvergessenheit und bitterem Verlust

Mit Musik aus und Reflexionen über Monteverdis L’Orfeo ging gestern im Montforthaus der Schwerpunkt „(sich) verlieren“ zu Ende. Im Sommer widmen sich die Montforter Zwischentöne dem Thema „Umwege nehmen“.

Von wunderbaren Erfahrungen der Selbstvergessenheit bis zu ernüchternden Erfahrungen des Verlustes von einst für sicher gehaltenen Werten reichte das Spektrum, das die Montforter Zwischentöne mit ihrem Schwerpunkt „(sich) verlieren“ spannten. Höhepunkt des Schwerpunktes bildete gestern Abend das Konzert mit Musik aus Monteverdis Oper L’Orfeo und Reflexionen des Theologen Reimer Gronemeyer darüber, wie man mit der Katastrophe zwischen Verzweiflung und Auflehnung umgehen, wie man Grenzen überschreiten und was nach dem endgültigen Scheitern kommen kann.

Höchst unterschiedliche Aspekte

In den Aufführungsformaten standen höchst unterschiedliche Aspekte des Themas im Fokus. Der Programmbogen reichte vom Morgenkonzert zum Sonnenaufgang mit Musik und Literatur zum Thema über die Bach-Mediationen (ein „klassisches Konzert“, das man so ungezwungen sogar im Liegen erleben konnte, gab es in Vorarlberg wohl noch nie) bis zu den drei Begräbnissen, die relevante gesellschaftspolitische Fragen verhandelten und dabei Philosophie, Musik, Architektur und Inszenierung zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk verwoben.
Neben den willkommenen positiven Erfahrungen des sich Verlierens erlebten die Besucher*innen bei den Montforter Zwischentönen auch die wichtige Auseinandersetzung mit einer aktuell hoch brisanten Frage:  Wo haben wir uns in der Komplexität unserer Welt verloren (oder verlieren uns gerade), weil wir als Individuen, aber auch als Gesellschaft nicht aufgepasst haben?

Uraufführung der „Traumlandschaft“

Ausgetragen wurde im Rahmen des Schwerpunktes „(sich) verlieren“ auch das Finale des Hugo-Wettbewerbs 2020.
Die Entscheidung für die Sieger fiel eindeutig aus: Aus den vier zum Pitch eingeladenen Teams setzte sich das Kollektiv XYlit durch. Mit seinem Beitrag „Traumlandschaft“ überzeugte das Team aus Leipzig nicht nur die Jury, auch das Publikum sprach sich mit seiner Stimme für das Konzept aus.
Ausgangspunkt für die „Traumlandschaft“ ist Paula Ludwig (1900-1974). In Text, Ton, Bild und Szene wird das Publikum auf einer Forschungsreise durch das Leben und Werk der Feldkircher Autorin und Malerin geführt.
Das Siegerprojekt wird am 10. Juni im Rahmen des Sommerschwerpunktes bei den Montforter Zwischentönen uraufgeführt. Ort der Aufführung ist erstmals der Große Saal im Montforthaus. Man darf gespannt sein, wie das Kollektiv XYlit die 695 m² Fläche in eine Bühne für das Konzert von Morgen verwandelt.

Bildmaterial unter https://swap.feldkirch.net/s/QnK9iBdaafFfwgQ

Programmvorschau:

Umwege nehmen 8. bis 27. Juni

Gruß aus der Küche – Ein Achtel Konzert
Montag, 8. Juni 2020, 18 Uhr Wirtschaft zum Schützenhaus, Göfiser Straße 2, Bushaltestelle Schattenburg (Linie 67)

Drei Gänge, drei Sätze
Eine musikalische Gasthauswanderung
Drei Gasthäuser unterschiedlicher Nationalitäten werden mit dreiheimischer Musik bespielt
Montag, 8. Juni 2020, 19 Uhr Start: Wirtschaft zum Schützenhaus, Göfiser Straße 2, Bushaltestelle Schattenburg (Linie 67)

Hugo Preisträgeraufführung
Traumlandschaft« des Leipziger Kollektivs »XYlit«
Mittwoch, 10. Juni 2020, 19 Uhr Montforthaus Feldkirch

Salon Paula
Musiker und Expertinnen „zum Ausleihen“ 6. – 20. Juni
in sieben Haushalten in ganz Vorarlberg

Zick Zack Puff
Tanztheater für Kinder mit dem Ensemble Mafalda
Samstag 20. Juni 2020, 14 Uhr Altes Hallenbad Feldkirch

TU Feldkirch – Temporäre Universität
International tätige Wissenschaftlerinnen und Experten mit Feldkircher Wurzeln stellen ihre Arbeit vor und führen einen Dialog zur Zukunft der Stadt.
Freitag, 26. Juni 2020, 17 Uhr Montforthaus Feldkirch

Zwischentöne Open
Ensembles des Symphonieorchesters Vorarlberg an den schönsten Plätzen in der ganzen Stadt. Symphonisches Finale im Montforthaus
Samstag, 27. Juni 2020, 19 Uhr Altstadt Feldkirch und Montforthaus

Tickets ab Mai 2020 erhältlich.

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Mag. Andreas Feuerstein
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